Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
27
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Der i2te Brief.

Die Angelegenheit für unsere Blutsfreunde mußMH, l hje Ruhe des Herzens nicht stören.

L^Esus gebe deinem Kerzen Friede! Daß>tm,« dir deine Aeltern und Geschwister anlie-HM gen, ist gut; che liegen mir auch an. Daßhe du dich aber so dadurch in eine beunruhigendeVetrübniß bringen laßt, ist nicht gut, son-ch diü dem eine Schwachheit, ja eine VersuchungH des Feindes, der dir die Ruhe und das Ver-//Sftiß trauen deines Herzens nicht gönnet, weil eriv AiW weiß, daß OEius als ein Friedenskönig, auch im Frieden sein Reich in deinem Innerenaufrichten will.

Opfere deine Verwandten, mit mir, demHErrn herzlich auf, so oft sie dir aufs Ge-müth fallen, und dann laß sie vor GOtt lie-gen , ohne sie wieder aufzupacken. GOtt hatsie viel lieber, als du sie haben kannst, undsein Mitleiden wird sich von deinem Mitleidennicht überwinden laßen. Indessen ists wahr;man muß in allen Stücken sich selbst und seineSchwachheit gewahr werden, ehe man davongründlich frei wird: allein, man muß sichnicht so dadurch verwirren laßen.

WM

^ Herzlich geliebte Schwester!

Sey

§i.