Der zte Brief.
Trost und Unterricht an eine geistlich Arme.
In der Gnade IEsu herzlich geliebteSchwester!
bin dir dankbar für dein Neujahrsbrief-lein. Ich hätte leiden mögen, daß duam Neujabrstag es gehöret hattest, was ichdir und allen Patienten, so wie sie Luc. 4,18. beisammen sieben, zum neuen Jahr ge-wünscher (denn über diesen und den folgenden«Vers redete ich damals). Hast du es nungleich nicht gehöret, dann wünsche doch, daßdu es mögest glauben und erfahren.
Du bist arm, du bist entblößt; nun, denArmen wird das Evangelium verkündigt.Sperre dich doch, in GOtles Namen,nicht langer dawider; sey gern arm, elendund schwach, und freue dich, Wenns auchandere von dir denken. Suche dich ja we-der zu quälen noch dir zu helfen mit Zurück-denken ans Vergangene: Harre ichs so,hätte ichs anders gemacht , mit Buß-übungen , oder andern Veränderungen imAeußeren! Nichts kann beruhigen und helfen,als IEsus. Er fodert von deiner Seite nichts,
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