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Der 2te Brief.
Freudenbezeugung über einige Neuerweckte. Waszu thun, wann man sich wie ein Thier vorGOlt fühlet.
In der Gnade ZEsu herzlich geliebteSchwester!
F>amit ich dich sehen laße, daß ich noch—^ lebe, so muß doch mit ein Paar Zeilendein angenehmes Briefiein vom rsten Juliibeantworten.
Dein Bervillkommen nach meiner abge-legten äußeren Reise hat mich erquicket; abernoch mehr, daß ich in deinem Schreibengesehen, wie dort der armen hungerigen-Herzen noch immer mebr werden. Solche,mit jenem verlornen Sohn, (Luc. is.) zum«Vater wieder kommende hungerige Herzenkann ich, mit den Engeln im Himmel, sorecht vergnüglich bervillkommen. Ach! diearmen Kinder sind wohl länger und weiterverreiset gewesen , als ich auf meiner äußerenReise, und wenn sie nicht vom Hunger ge-drückt würden, dann kämen sie wohl nichtzum Vater. Dennoch beiß' ich sie von Her-zen Willkomm, und sehe sie mit Freudenkommen. Ja, ich kann sagen, wann ichrecht bedrückte und gebeugte Herzen kommen
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