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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
466
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466 Wichtige Verhaltungsregeln.

selbst und bei andern, zum Beßten. Sehetin andern nur das Gute, selbiges zu lieben, MGOtt dafür zu danken, und es nachzufolgen. MMerket aber gar nicht auf ihre Schwachhei- ^ten; oder, wo ihr selbige merket, so befehletsie GOtt im Gebeth, und sodann vergesset esalsbald wieder, es fey denn, daß ihr darüber ^gesetzt seyd, sie zu erinneren. Wird jemandvon einem Fehler oder Verbrechen gegen sei- ^ hnen Bruder übereilet, so gehe er alsobaldhin, und bekenne seine Schuld, in unversiell- .ßeter Demuth. Dadurch wird der Satan un- ^ ^ter eure Füße getreten, die Liebe untereinan-der gebauet, und GOttes Gunst zweifachwieder zu ihm gekehret. ^

vm.

Suchet doch nichts, als die bescheidene DNothdurft im Leiblichen, und hütet euch vor Mdem subtilen Betrug des Reichthums. Was ü/ dsoll uns der vergiftende Dreck dieser Welt? AelSind wir doch erkauft von der Erden, und KUzur Ewigkeit berufen. Ach! liebet und übet Hzudie schöne Tugend der innern und äußern OecArmuth JEsu! der sorget für uns. Liebet, LIchum GOttes willen, das Wenige, dasSchlechte, das Verächtliche, das Unange- Mnehme, das Beschwerliche in allen Dingen, HGdamit ihr innerlich ungehindert im Umgang Wmit GOtt, und äußerlich vergnügt im Umgang k jxmit einander leben möget.

IX. Flie-