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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
452
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Geistliche Briefe.

Pflicht einlaust, abhelfen zu wollen; denngemeiniglich reullirt man da nicht; und j^i»scheinet man reussirt zu haben, so ist mandoch nicht recht beruhiget, weil man näm-lich den Feind nicht am rechten Ort getrost '«fen hat. Die aufgebrachte Naturkräfte in uns ^waren der Grund alles des Uebels, welchenicht durch Thun, sondern durch Leiden undLoslaßen mäßen überwunden werden. Esist wohl wahr, GOtt bedient sich wohl der -Menschen und Gelegenheiten; aber damit "haben wir nichts zu thun. Er hat der Knechte . .viel; acceptiren wir den einen nicht, dann ^ruft er einen andern. M

Im Gebeth mußt du dich auch verhalten, ,«>wie du kannst, nicht wie du willst; überhauptnicht zu heftig. Kannst du nicht so oder an-ders einkehren, oder tief sinken, (wie dudich ausdrückest) dann bleibe willenlos, wiedu bist, aus Ehrerbietung gegen GOttes ^ mWohlgefallen, und stelle dich durch keinerlei LchAnstrengung anders. G s,

Ich scheine dir Regeln zu geben; weil duaber jetzt schlecht Regeln beobachten kannst, chchso füge ich noch diese Regel zum Schluß ^dabei: Daß, so oft du bemerkst, daß dues nicht deinem jetzigen Stande gemäß ge-macht hast, du solches nicht durch Unruh ^und Verdruß, sondern durch eine friedsame tz, §Vernichtigung wieder suchest gut zu machen. ^Sey getrost, sey ausgebreitet mein Bru-^der; vertraue dich GOtt unendlich an; halte

nur