446 Geistliche Briefe.
Wollte GOtt! daß ich Vas verbsrnene E«Leben in GOtt mehr mit einem wichtigen ^ "Vorbild angepriesen harre! Daß ichs mitMund uni) Feder so ein wenig gethan, ist x! Evmir zwar me leid geworden: ich schätze aber »,>den selig, der nur GOtt allein bekannt, seinGanzes drauf wendet, beim allrägigen Ster- N"ben und Bethen, diesen geheimen Schatz inimmer reinerem Genüsse zu erfahren. O! wie ^ist der Tausendkünstler so geschäfftig, unsim Reich der Sinnen, Phantasie und Ver-nunft verwickelt und occupirt zu halten; nur "daß wir dieses Herzensleben in GOtt undmit GOtt, und die in demselben liegende ichRealitäten, und Kräfte jener Welt, nichtrecht erblicken und schmäcken mögen.
Wir wollen dann, lieber Bruder, aufs tz ^neue, mit GOtt, Kinder werden, zum Her- -zen eilen, und alles vergessen, was dahintenist, auch alle unsere Kunst. Ich weiß zwar —wenig; könnte ich aber diese verstrichene We,Jahre wieder anfangen, ich wollte in tau- tz'Losend Dingen unwissend bleiben, die ich nun Mweiß. Ich wollte auch (guoü Le tibi 6iÄum Ä, kvelim) nicht so viel Blutsauger anlegen, ÄHich meyne allerhand, nicht zur geraden tz»;Herzenssache dienliche Bücher lesen, die, M janstatt zu ermuntern, nur die Kraft beneh- U „men. Die Gnade allein macht das Herz fest, U aund die Salbung weise. Sterben und Bethen tzßHist die unumgängliche Disposition dazu. O!Macari und deines gleichen Streiter! wie M ,
selig ^