4o8 Geistliche Briefe.
sehen auf uns selbst! Eure Ueberlaßung soll Edurch diese Besuchung verliefek werden. Der EHErr sähe gern, daß ihr euch, leiblich und E'geistlich, rn aU« n seinen nur möglichen lVil-len suchtet zu ergeben, stellend euer Wollen ^und Nichtwollen in seine Hand. Dieses wirddem Geist Weile geben, und eine Ruhe, dieübernatürlich ,st. Er selbst wirds euch weisenund geben. GOtt stärket die Schwachen, Mund bekleidet die Nackten: lastet uns dann üA"um Schmuck und Kraft uns nicht viel umse- W,hen, damit wirs alles in JEsu mögen Mifinden! M
Soll ich noch mehr rathen? Dann mästet Pihr dem HErrn auch noch ein anderes Opfer ^ s!bringen. Vielleicht nehmet ihr euch der liebenSchwester E. Krankheit zu sehr an? Viel- Wleicht seyd ihr zu sehr befürchtet, der HErrmöchte sie zu sich nehmen? Fürchtet nicht! derHErr wird hierin nichts anders thun, alswas gut ist, und zwar sowohl euch als ibr. ^Aber das sähe der HErr gerne, daß ihr sieaufopfertet, und sie ihm ja so lieb gäbet, alsselber behieltet; wenn es also sein Wille seynsollte. Seyd in JEsu Namen getrost mittenunter euren Leiden, Schwachhesten und Elen-den! O GOtt ist allein genug. Sehet ihnan, lobet ihn, liebet ihn, und freuet euch inihm! Und, wann ihr meynet, ihr könnetnichts von alle dem, was ich hier sage: dannleidet, weil es euer GOtt will, der alles ist.
Ich denke auch nicht, daß ihr jetzt sterbet.
Lastet