z;4 Geistliche Briefe.
Diese Anweisung ist gar was anders, als dasungewisse, ängstliche, unruhige Treiben, so auseigenem Nachdenken und Scrupuliren entste- Ehet. Die Anweisung oder Führung des Geistes D ^JEsu ist ein inniger ruhiger Eindruck, Neigung, Mitoder auch wohl ein inniges Licht, wodurch Mdie Seele zu GOtt geleitet wird; wozu nichtNachdenken, sondern eine einfältige Herzens- Wstille und Sammlung nöthig ist. Dieses Millehret uns nicht eben große und außeror- Mdeutliche Geheimnisse, sondern nur das Eine AGeheimniß, wie wir uns selbst sterben, und ilii schGOrre leben sollen. Dergestalt folget man Herdem HErrn wirkender weise. W
Leidender weise folgest du ihm, wenn jchßdu alles, was dir vom Morgen bis zum Abend, Ae hmittelbar oder unmittelbar, nach Leib oder ssschnach Seele begegnet, mit Respect und Wil- ji»ligkeit von GOtt selbst annimmst, als etwas «chDienliches und Gutes für dich. Dahin gehö- Mren unter andern die Umstände deiner leib-liehen Krankheit. GOtt weiß es am Beßten, K
lieber Bruder, was dir gut ist; ob du ihm Wbesser in Schwachheit oder Gesundheit dienen Wkannst? Dahin gehören auch die damit ver- LrrHknüpfte Dunkelheiten, fürchterliche Vorstel- itz»lungen, Traurigkeit, Erfahrung eigener DSchwachheiten und eigenen Unvermögens,dich selbst zu verlaßen, sinnliche Triftigkeiten H gund Zerstreuungen in den Gedanken. Beidiesen und andern dergleichen Dingen folgest «tz,du GOtt leidender Werse, wenn du solche W
Dinge