Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
288
Einzelbild herunterladen
 

288 Geistliche Briefe.

Ja, lieber Bruder! es ist die Wahrheit,daß der wunderbare, menschliebende GOtt inunsere tödtliche verlorene Menschheit sich in WChristo eingesenket, und uns Menschenkin- ^der angenommen hat. So bald wir uns Mvon Herzen bekehren, und mit unserer Glau- ^bensbegierde uns in seine Gnade hinein ' .jjwenden, um von ihm allein unser Heil und ^ ,Seligkeit zu erwarten: o! dann haben wir Lin ihm die Vergebung aller unserer Sün- Z..den, und einen offenen Weg zu GOttes ?,Gemeinschaft; dann gehören wir Christö an ^mit Leib und mit Seele, womit wir ihn '"dann können machen laßen, was ihm be-liebt, denn wir sind nicht mehr unser selbst. ^Er kreuziget, reiniget, und ziehet uns dann Uimmer mehr in sich. Er thut und leidetselbst in uns, da wir nur als Kinder in ihmbleiben, und uns ihm überlaßen sollen. Wirsind dann in Christo nach unserm Maß, ^und singen dann im wahren Glauben: Ichbin ein Glied an deinem Lew, des tröstich mich von Herzen, von dir ich unge-schieden bleib in Todesnorh und Schmer-zen» rc. Da laß dann den elenden Körpererkranken, verzehren, und hinfallen. Chri-stus ist die Auferstehung und das wahreewige Leben. Er kann nicht laßen noch ver-lieren, was sein ist. Er ziehet den Geist zusich, nach Ablegung dieser irdischen Hütte,und wird auch nicht das Geringste von un-serm Leibe zurück laßen, das er nicht zu

l-m.- k