274 Geistliche Briefe.
ihnen über. Aber von unserm Liebesgott ^>!und Friedenskönig ist es die allerhöchste ÄEWahrheit. Er rhut seinen Geschöpfen nicht ^von Herzen weh, und wenn unser Zustandes unumgänglich erfodert, dann thut er Mnur web, damit er möge wobt thun. Er -Dschläget nicht, als damit er möge umarmenund erfreuen können. Er bedarf und suchet . ^keine Unterthanen seinetwegen, und doch su- 'eher er sie, als weNn er ihrer bedürfte.
Er suchet sie aber nur, damit er seine Umterthanen selbst frei, herrlich und glückseligmachen möge; und so werden wir auch nachdem Maß, daß unsere Herzen ihm wieder Mwahrlich unterthan werden. Und, wannseine Herrschaft m uns recht groß wird,dann ist des Friedens in der 'Seele kein MEnde; Jes. 9, 7. Denn wer hat ihm jewiderstanden und Friede finden können?Hiob 9, 4 »
Wie so herzlich wäre es dann nicht unsmit einander, und allen N. ins besondere,zu gönnen und anzuwünschen, daß wir bei jsdiesen im Schwang gebenden, und noch tziüber uns schwebenden göttlichen Züchtigun-gen und Gerichten uns sein stille niedersetz-len vor unsers GOttes allprüfenden Augen,um es ihn aufsuchen und ausrotten zu la-ßen , wo wir bisher grob oder subtil seinenrechtmäßigen Anfoderungen an unfern Her-zen widerstanden haben. Ach! ruft unsnicht der Geist zu: Leget doch die Waffen
nieder.