250
Geistliche Briefe.
avancirt; darum haben wir alle Ursache den ^Schlafaus den Augen zu wischen, und unserHauptwerk ernstlicher vorzunehmen. Diesichtbare Phantastereien werden bald wie einTraum verschwunden seyn; warum sollten wiruns länger darnach umsehen? Laßet uns r»auch einmal anfangen, für unfern GHrr zuleben, der uns so liebreich zu sich hinein ruft, tzdund uns gerne aufnehmen und wesentlich ver- ' ^gnügen will in Ewigkeit, wo wir uns nur inseine Arme hinein werfen. Nun, ich wünsche ickihnen und uns miteinander die Erfahrung dieser ^ cSeligkeit. Der HErr selbst preise sich unfern mHerzen an, und verbittere uns alles Uebrige! jm,Daß sichs mit deiner Unpäßlichkeit wiederwas gebessert, ist mir lieb. Es mäße alles Uzum Guten Mitwirken! Einträchtige Leibes-- Mbewegung und ein ruhiges Gemüth in der Mvölligen Ergebung an GOtt rathe mehr an, ^als vieles Mediciniren. Ich grüße nochmalsgar herzlich deine liebe Aeltern, dich und dei- Unen Bruder, und bleibe ^
Mülheim, verbundener Mitpilger. >I>den is. Sept. 1746. !l»