248 Geistliche Briefe.
nachdem es alles vorbei war, ziemlich zu ^thun fand. Jetzt bindet mich die Liebe aber-mals, daß keine Freiheit auszureisen finden ^kann, wegen der zunehmenden Krankheit. B«unserer Freundinn, der Hausfrau von H. K. ^Sie scheinet nun völlig die Lungensucht zu i«,haben, und muß fast den ganzen Tag schon Bliegen. Da man dann nichts anders als ein !««Eilen zum Uebergang in die Ewigkeit vor !>>»>Augen siebet; so darf ich ihr meine geringe MLiebesdienste, und das Vergnügen, so sie in k»meinem Zuspruch zu finden glaubet, nicht «entziehen. Sonst leider sie mit vieler Geduld, Derund ist, bis hierzu, zu allem Willen GOttes ffübergeben, wünschend nichts, als vor ihremEnde völlig zubereitet, und von aller Aus- «»<schweifung in Sinnen und Vernunft abge- Pschieden, und zu GOtt im Geist gesammelt Ichzu werden. Sie und ihr Haus laßen dich, m>deinen Bruder und Aeltern herzlich grüßen. dieUebrigens kann ich sagen, daß mirs er- ui»quicklich würde gewesen seyn, daselbst einige NTage mich zu reliriren; denn ich bin von eurer lichund eurer lieben Aeltern Neigung völlig über- Dzeugt, ob ich mich gleich keiner Liebe werth achte, kIch liebe auch euch sammtlich in dem HErrn, «>!und euer Zustand ist mir nicht gleichgültig ; ich j>rweiß aber eure Liebe zu mir nicht besser zubeantworten, und die meine zu euch allen tznicht besser zu bezeugen, als daß ich euch in i>rmeinem schwachen Gebeth dem HErrn auf- !»,opfere, daß Er euch kräftig ergreifen, zu sich N,
ziehen,