Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
237
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M. Theil. 74ster Brief.

noch:JEsu! in dich glaub ich." DerSterbende antwortete Amen!JEsu! dichliebe ich. JEsu! dich bethe ich an. JEsu!in deine Hände will ich niederlegen meinenGeist." Das er jedesmal mit einemAmen, und letzteres mit einem wiederhol-ten Amen beantwortete. Ungefähr um 8Uhr Abends geriet!) er in eine kurze Fieber-oder Todesbenautb.'it, und wollte geradegeleget seyn, welches man anfänglich ausMangel der Sprache nicht verstehen konnte;wie mans aber endlich getroffen hatte, dafiel er wie in einen guten natürlichen Schlaf,so daß man auf die Gedanken gerietst, ober nicht auch selbige Nacht noch durchbrin-gen möchte. Weil nun auch drei andereBrüder, nebst seiner Nichte A. da waren,so drang man mich immer, nach Hause zugehen, weil ich selbst ein Paar Tage schwachgewesen; ich ward aber inwendig gehallen,und wie ich nach halb zehn Uhr dem Bettenaher trat, ward ich gewahr, daß er sosanfte in den Tod würde entschlafen, weß-wegen ich mit den Umstehenden ihn durch ei-nen Seufzer GOtt,- seinem Ursprung undErlöser nochmals aufopferte, da er dann mitdem Gebeth auch sein zeitliches Leben endigte,wie es bald zehn Uhr war, und er siebenzigJahr und sieben Monath in dieser elendenHütte gewallet hatte.

Der verstorbene Bruder, dessen verbliche-ner Körper morgen, als Mittwoch, in die

Erde