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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
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Der ziste Brief. ^

Trost und Unterricht an eine erweckte Person, ^die in der Versuchung stand, als ob eine tz,expresse Sünde an ihrer leiblichen Krankheit »LSchuld gewesen.

Herzlich geliebte Schwester!

c^ch habe Mitleiden mit deiner Krankheit,aber vielmehr mit deinem Unglauben.Sollte es auch so seyn, wie du zu glaubenscheinest, daß eine expresse Sünde dieseKrank-heit veranlaßet hätte, so du mir doch näherbedeuten könntest, wo der HErr dich wiedergesund machte; sollte man dann deßwegen dasVertrauen wegwerfen, und gedenken, manwürde ewig verderben? Ja, so würde es auchgeschehen nach Recht, und wenn du dich nichtbußfertig von den Sünden in JEsu unend-liche Gnade hinein kehretesi. Ein Stroh-halm muß im Feuer verschwinden; inJEsu eine Welt voll Sünden. Oder, hatJEsus allein für unsere gestrige Sünden, undnicht auch für die heutige und morgende seinBlut vergossen? Oder vielleicht nicht für alleund fede? Allerdings! keine einzige ist aus-genommen: das ist Gnade. Sollen wir aberauf Gnade sündigen? Das sey ferne. Viel,Diel, viel wollen wir ihn lieben, denn uns

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