148 Geistliche Briefe.
GOtt auch dafür gelobet haben, wenn es Aihm so gefallen Härte, dich zu sich zu neh-- ^men; denn dort wärest du außer Gefahr, ^selig und herrlich gewesen, in der Beschau- Mung, Genießung und Anbethung des hoch- o«sten Guts , unsers allgenugsamen, übcrwun-derbaren GOttes; und des Beugens, An- Bbcrhens und Dankens würde in alle Ewig- kchkeit kein Ende gewesen seyn, wann du, mit Otiefester Ersenkung in dein Nichts, und Zer- nßfiießung in GOttes Erbarmungen, hättest er- K!fahren und sagen müßen: Mein ^Err und Wmein GGtt! Zjst es möglich, daß du mich Wbisher gebräche? ^ar sich deine Gnade D«denn auch ausbreiren wollen bis zu mir? ßdG unermeßlicher ?tbgrund über einen iüssolchen! D sreye, o ewige Gnade in demBlur IEsu Christi! Ich weiß zwar wohl,lieber Bruder, wer du bist; ich weiß aberauch, wer der HErr ist, und daß er auch ^dein Kleid würde wissen zu waschen undHelle zu machen in dem Blute des Lammes.Gelobet sey sein Name! Nun! wenn esunserm Heiland gefällt, dich einige Tage hierunten bei uns, und uns bei dir zu laßen, soist es nur, um uns mehr aus dem Grundezu reinigen, und dermaleins zu verklären.Auch das ist Gnade. Siehe, HErr! hierist dein elender Unecht, mir geschehe,wie du gesagt hast. Mein Leib, meineSeele, und dieses mein zeitliches Lebenist dein; es mäße auch allein deinem
wohl-