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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
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Der 48ste Brief.

Muthgebung und Unterricht an eine neu erwecktePerson. Verhaltungsregeln wegen äußerer ^Bekanntschaft, wie auch wegen Kirch- undAbendmahlgehen. B

In der Gnade GOtteS vielgeliebter -und werther Freund! s'

^uer Zuschreiben vom 28ten Jan. ist mirangenehm gewesen; denn da ich beidesden unseligen Zustand eines unbekehrten, undauch die Glückseligkeit eines bekehrten Men-schen aus göttlicher Gnade in meinem Maßerkannt habe; so erfreuet es mich innigst, woich sehe, daß irgendwo ein verlorner Sohnin sich schlägt, und sich aufmachet, um zuseinem Vater zu gehen. Ich bin auch einsolcher Sauhirt gewesen, und wie ich nachtausendfachen Drohungen und Locken end-lich kam, wie ich war, um zu werden, wasich nicht war, so durfte ich nur ein wenigbetteln und warten, da ich unendlich gnädi-ger ausgenommen wurde, als ichs je hättehoffen und denken können.

Weil ich nun das Vaterherz kenne,so kann ich nicht anders, als den bußferti-gen, kommenden Sündern, Muth einsprechen,daß der Ausgang herrlich seyn werde. Dieß

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