Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
132
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Geistliche Briefe.

gegen dich versichert. Es gehe dir in der MWahrheit wohl in dem HErrn! Er allein Fbewahre und führe dich, nicht nach Rußland ^und China, (wie dir geträumet, ich auch Dnicht höher als andere verstreuende Phanta- Pisien halten kann) sondern in die wesentlicheRuhe des Geistes, die dem Volke GOttes Dverheißen ist! Ob aber dein jetziges Betra- Mgen (wenigstens bei den Lesern in N.) nichtein thätlicher Widerruf deines vorhin abge-legten Zeugnisses der Wahrheit, durch Edi- .rung des Bernieres sei)? ist eine Frage, die ^ich GOtt und deinem Gewissen überlaßen ^muß, und gar wohl überlaßen kann. Ichdarf weiter nicht umsehen; ich muß meinem ^Führer folgen: hoffe auch, daß diese deineVeränderung mir noch dienlich seyn werde,mich nur so viel mehr hinein zu wenden, umgegründet zu werden in Christo, und in der lckErfahrung seiner so unbekannten und ver- 'dächtigen inneren Wege , die ich mit innig- !ster Freude und Plerophorie (völliger Zustim- jmung) als göttlich und gewiß umfassen undbekennen muß, vor dem Angesichte GOttesund aller Menschen. Das Wenige, so ichschriftlich davon bezeuget habe, weiß ich, daß ^es in sich Wahrheit ist. Ich gönne es an- ^dem, daß sie etwas sind, etwas ausrichten,und auf alle Weise eclatiren. Ich erwähle ",das verborgene Leben mit Christo in GOtt,das verhaßte Kreuzesleben; und in dem- ^selber» werde ich um so viel reiner und ru-

higer