Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
116
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n6 Geistliche Briefe.

Heil im Auge, auch bei dieser Besuchung.Soviel du dich nun besinnen kannst, übergib -Vdich ihm ganz, daß sein heiliger Zweck nuran dir erreicht werde. ^

GOttes Gunst und Gemeinschaft sin- al-lein zu suchen und zu schätzen: Gesundheit, Le-ben, und alle zeitliche Vergnügungen sind ^nichts dagegen zu achten. Es wende sich danndein ganzes Herz von allem andern unwie-derruflich ab! Bekenne dem liebsten Heilandall deinen Jammer und begangene Thorheiten, ..und daß du ohne seine Gnade nimmermehr ,selig wirst. O ja! das ist mehr die Wahrheit, ^ 'als du es noch glauben kannst. Traue es aberdiesem theuren JEsu zu, daß er dir könne «p:und wolle alle deine Sünden vergeben, unddich durch seine Gnade allein heilig und seligmachen, denn er hat uns erlöset mit seinemBlut. In diesem Vertrauen ersenk dich, so ^nackend und elend als du bist, in diesen gütig- §sten Erlöser ein. Und wenn dir dein Elendund Untreue tausendmal vor Augen kämen, sowende du dich allemal mit dem allem in die-sen gütigsten Erlöser hinein; so kann es dir ^nicht fehlen, es gehe nun zum Leben oderSterben. ^

Ich weiß, daß du noch lange nicht bist, ^wie du seyn mußt: aber wenn du auch noch «zso lange lebest, so wirst du doch durch keinen ^andern Weg heilig, als durch diesen; und Mwann du stirbest, so kannst du selig werden ^

durch