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Geistliche Briefe.
der Freude und Vergnügung im Geschaffe-nen, um unsere Freude und Wohlgefallenallein auf ihn, auf seine Gnade und unend-liche Vollkommenheit zu richten, wovon wirin unserm Naturstande so fremd und soferne sind. Ach, welche Gnade! GOtc wirdein Kind, damit der Sünder nicht erschreckevor Seiner Majestät, sondern sich erfreue inseiner Liebe, und mit Wohlgefallen ihn undseine Wege beschaue. (Luc. 2, io.) Und ausdem Grunde dieser gestifteten Freundschafts-liebe sollen wir nun auch darüber aus seyn,daß der HErr wieder seine Freude und seinWohlgefallen in uns habe, und immervölliger haben möge. Die kurze Regel derVollkommenheit ist, daß wir so mit GOtthandeln und wandeln, wie mit unserm beß-ken Freunde, den man ohne Falsch lieber, demman ohne Argwohn trauet, ohne Schaamsich entdecket, ohne Verdruß Gesellschaft lei-stet ; der uns gefällst in allem, was er istund thut, und dem wir immer suchen zu ge-fallen mit allem, was wir sind und vermögen.
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Daß ihr, und ich mit, solche Freunde GOt- ^ ^tes werden, wünschet meine Seele innigst. § ^
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Mülheim,den 6. Nov. I7Z9.