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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
21
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riß'.

des sel. Gerh. Tersteegen 21

dachte einst von einem gewissen Orte eine Stunde, ^weit auf dem Wege zu seyn; allein man passetemir unterweges auf, und brachte mich in eineKornscheuer, in welcher bei zwanzig Personen,"lUdie mir meist unbekannt, meiner erwarteten und^begierig waren, ein gutes Wort von mir zu-E;ren. Ihr könnet denken, liebe Schwester! daß.>ch mich selber sehr vergessen muß, nach Leib,'chund Seel; doch müßte ich auch sehr undankbarseyn, wenn ich nicht erkennete, daß mich der^HErr nach beiden Theilcn sehr unterstützet, undM.mir (zum wenigsten dem Ansehen nach) einigenLSegen gibt. In den letzten Tagen bekam ichfieberhafte Anfälle, und wurde so verkalket, daß^man meine Stimme kaum verstehen konnte.WDer HErr zeigte dann, daß ich nach Haus sollte.dMDen Morgen aber, ungefähr acht Uhr, wie icheS«bmich aufs Pferd setzen wollte, waren zum wcnig-tikv i, sten wieder fünf und zwanzig Menschen beisammen,«die ich doch nur ganz kurz grüßen konnte, vone«welchenetliche bereits einigeStunden weit gegan-

-n Ngen waren , denn es war auf dem Lande.-

, Ii!Sehet nun! wie seltsam, ja meiner Grundnei-Mgung zuwider, meine Lebensweise ist! Meine in-Mnige Neigung nach Abgeschiedenheit und Stille,lr«rscheinet mir zu dem Ende gegeben zu seyn, umI, «lmir das Gegentheil beschwerlicher zu machen;Wdoch auch vielleicht, um mich durch dicß Gcgen-gewicht zu bewahren, daß ich mich nicht zu sehrausschütte, oder Leben nehme in den äußern^Wirksamkeiten. Ueberall ist viel Hungerunter den Menschen, und Niemand ist da, derihnen Speise reichte. Die gewöhnliche Speise.jL.sättigt sie nicht mehr. Wer Gnade hat zu bethen,der mag den HErrn der Aernte wohl bitten, daß>«!,> "" Arbeiter in seine Aernte ausstoße. Den zten!Octobr. 1747."

(b) z

Durch