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Geistliche Briefe.
unter deinen Elenden! So gar, wann duniedergeworfen bist, richte dich durch dieseskindliche Vertrauen wieder auf, so mußder Feind zu schänden werden.
Damit ichs dir aber kurz sage, worindie Hauptsache bestehe, so liefe nur denSpruch Gal. s, >6. wandele im Geist,so werdet ihr die Lüste des Fleisches nichtvollbringen. Meide, so viel möglich, allesAuslaufen deiner Sinne und Gedanken aufallerhand unnöthige, zerstreuende Dinge, diedein Beruf nicht von dir erfodert. Erin-nere dich auch öfters unter deinem Werk,bei Menschen und allein, auf eine kindlicheunverstellte Weise, der herrlichen und liebrei-chen Gegenwart GOttes; neige und erhebenun und dann dein Herz zu ihm; unter-rede dich mit ihm auf eine stumme Weise;mache dich recht gemein mit ihm, im einfäl-tigen Glauben, so gut du kannst, und so,wie es die Umstände zulaßen. Selbst in derVersuchung kann bisweilen eine einige Erhe-bung des Herzens, oder eine bedachtsameErinnerung der Gegenwart GOttes einenstarken Anfall der Feinde überwinden. So-wohl in als außer der Versuchung, mußdas Auge und Andenken kindlich auf GOttgelenket werden, mit möglichstem Dalaßenund Vergessen der Feinde und alles Bösen.Vergessen, vergessen ist die ganze Kunst.Und, wanns wieder einfällt, auch nur wie-der vergessen, nicht durch Gewalt, sondern
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