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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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428 Geistliche Briefe.

oder deine Geschäffte versäumen werdest ; ge- 3rade das Gegenrheil. Ein ausgekehrter Sinn Dthut in seiner Finsternist nichts Rechtes, und xwo man im Trieb der Natur zu Werk gehet, ^.wird die Seele nur gerüttelt und gequakt durch "den Welrgeist. Wer aber, wie ein einfälti-ges Kindlein, sich weisen läsir von dem Geist ^der Liebe, welcher eben der Geist der Weis-heit ist: der kann in allen Dingen fröhlichseyn, in kindlichem Vertrauen und harmoni- ..scher unverworrener Gemüthsgestalt; welches ^daher kommt, weil man alsdann die Weis- h-heit laßt vorgeben in stiller Glaubensabbäng- dllichkeit, und'm allem keinen anderen Gewinnbeäuget, als dieses vergnügende Seelengutzu contentiren. !

Sollte etwa die Vernunft einwenden, Hidaß die Meßgänger auf solche Weise schlechten ' ^Profit machen würden; dann kannst du ihr 'km!überflüssig den Mund stopfen mit dem, was odorim Buch der Weisheit 7,7.14. stehet. Das schsind keine Einbildungen, die man etwa den ForiKindern zum Schlafen erzählet, sondern we-- . singsentliche und beseligende Güter der Ewigkeit, l Wgegen welche man wohl den ganzen Meßkram !dieser Welt kann stehen laßen. Nun, lieber GBruder, dir und mir, und allen denen, die ichLust dazu haben, wirds umsonst gegönnet gl«und angeboren, und ist so überaus einfältig gy

zu lernen und zu finden; nur mir Selbst- seir

verschmäbung und kindlichem Vertrauen ivjjin dem inneren Warten ausgehalten! El,