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Geistliche Briefe.
lind alles wohl gemacht hat, wie ers dannallewege wohl machet, auch wann wirs amwenigsten fassen, und auch so gar unser Bö-ses, nach seiner wundernswurdigen Weisheitund Freundlichkeit, zum herrlichen Gewächsdes Lebens dienen läßt, gleichwie der Mistzum Bedüngen der edelsten Gewächse dienet.
O wohl denen, derer der HErr ein GOttist, und die, nach ihrem Grundwillen, nichtswünschen, als ihm zu folgen, und aus ihmzu leben! Ihnen müßen alle Dinge Mitwir-ken zu ihrer Seligkeit.
Ich hoffe und vertraue dann, daß du,lieber Bruder! und die übrige Mitgenossenam Reich, daselbst euch noch mit in demPlätzchen befinden werdet, wohin wir uns be-schieden haben, nämlich in und bei demHErrnim Herzen, ein jeder nach seinem Stand undMaß; woselbst uns allein wohl seyn kann,weil daselbst GOttes Kraft und GOttes Le-ben dem kindlichen Glauben geschenket wird.Ach! wie so überaus bitter und unvergnügendsind alle Vergnügungen, die außer diesemEinen gesuchet werden! Und doch bleiben wirso ungerne drinnen. Ich weiß aber, daßder HCrr uns liebet, und mit großer Güteleitet. Darum wird ers uns auf der einenSeite alles versalzen, und aus der Handreißen, und auf der andern Seite uns mitseiner Liebe, Zucht und Zügen hinein locken,bis er uns ganz besitze als seine Schafe, diein seiner Hand sind, welche ihm auch keiner
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