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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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402
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402 Geistliche Briefe.

gibt, in guter Meymmg, zu viel in dieSinne führen, so scheinet der Eindruck sichanfangs zu vermehren; sie werden sehr brün- §stig oder empfindlich und vergnügt, unver- ^merkt aber wird der Geist dürre und matt.Dergleichen etwas, denk' ich, ^si dir auch "V,widerfahren. Bisweilen wird die Sinnlichkeit,ohne Zuthun der Seele, gerühret zur An- .dacht, zu vergnügten Thränen rc. dann mußman auch nicht widerstehen; alles aber muß ^sich endigen in Vernichtigung seiner selbst, Dund leidentlicher Ueberlaßung an GOtt. ImAnfang, und bei Seelen, die den Ruf nicht Whaben, gehts anders. GOtt ist GOtt, lheiunveränderlich in seiner Liebe und Liebenswür-digkeit, wir mögens sehen und fühlen oder olnicht. Laßet uns die Sachen gründen auf Mden Glauden, welcher eine geheime und «klallgemeine Erkenntniß, oder GrundeindruckGOttes ist, wodurch die Seele bewogen ^wird, sich und alles zu verlaßen, um diesemverborgenen Gut allein anzuhangen, sowieer uns in Christo nahe ist. Ich kann nichtmehr, und hätte nicht gemeynt, so viel zu "Mkönnen. Gedenke meiner,

Deines

Mülheim, armen Bruders,

den z. May 1728 -

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