Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
401
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Der iz6ste Brief.

GOttes Treue und unsere Untreue sind Abgründe.Wie man sich bei den Eindrücken der Gnadenund Lichter zu betragen.

Lieber Bruder!

ts>ein Brieflein und Reimen sind mir recht^ erquicklich. GOtt wolle, ja er wird esalles bestätigen durch seinen heiligen Geist!Ich vereinige mich mit diesem deinem Sinnevon Herzen. GOttes Treue, und unsereUndankbarkeit und Untreue sind Abgründe.Ein Avqrund ruft dem andern, wie Davidsagt. Billig rühret, beuget und erwecket esuns, so oft wir dran gedenken. Ach! daßich mit dir einem solchen unserem GOtt al-ler Gnaden recht treu seyn möchte! Ich er-warte und erbitte es von seiner Barmherzig-keit für dich und mich. Allein, lieber Bru-der! wann wir obbemeldte Abgründe erblicken,müßen wir uns nicht so sehr darüber bestür-zen, als ruhig darein ersenken, so wirkt es,was es wirken muß, nach GOttes Absicht.

Seelen, die zum recht geistlichen Wesenberufen sind, müßen alle Eindrücke, Lichterund Gnaden möglichst paßiv empfangen, undda laßen, wo sie empfangen werden. Wennsolche Seelen das, was GOtt im GeistErst.B. n. Th. L c gibt .