Zy6 Geistliche Briefe. ,
Frucht und Wirkung seiner reinen Liebe inJEju, wodurch er uns zu sich ziehet, und sEuns für sich hinnehmen will. Wir haben bnichts zu thun, als ihn zu contentiren durch klB,die Schenkung unseres Ganzen, und mit W'allen seinen Führungen über uns content zu N-seyn, nach Sprüchw. 2z, 26. M
Lasier uns die Kreatur wahrlich da laßen; »Wlaßet uns auch uns selbst vergessen, und mit st-einern Absehen von allem, das dahinten ist,beides unser Aug und unsere Liebesneigungen,sanft, aber aufrichtig, hinein lenken auf den, Mder uns im Geiste nahe, und unser eigent- Wlicher Vorwurf und Ruhepunct ist, damit er M.uns sein göttliches Leben immer unvermischter Weinflössen möge. Dieses Absehen von unsund allem, dieses Hineinkehren und Jnne-bleiben sey unser eigentliches Werk! Allesübrige, und auch die Erbauung des Nächsten,muß nur sehr im Vorbeigehen, und mit vieler sMäßigung geschehen. Nehmet an , was ^euch GOtt gibt, es sey Süßes oder Bitteres;allein nehmet euch deß nicht an! GOttallein soll unsere Vergnügung seyn, undgedenket: Ach
l?amour pur n'a 8a beauretzu'au cenrre 6e la volonte.
(oder in Deutsch)
Die reine Liebe ist nur schönIm Willensgrund, (nicht in dem Sinn.)
Die