II. Theil. iZ2ster Brief.
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ich zu sagen finde. Ich wollte dann vorerstnochmals erinnert haben wegen deiner FrauenKleidung, daß du es doch darin bei mög-lichster Einfalt laßen wollest.-Ich
habe zwar schon mit dir davon gesprochen;aber du bist bisweilen nicht zu beständig, dar-um erinnere ichs wieder. Im Punct derTreue muß man kein Ding gering achten.Ich für mich mache nichts daraus, aberfür dich und andere erkenne ichs so am beßten.
In deiner Handlung breite dich doch janicht aus; beweise darin deinen Glauben, daßLu nicht weit hinaus denkest, wie du andernso viel davon vorgesagt. Die Vernunftwird dich manchmal glauben machen, dumißtest dieß und jenes noch dazu nehmen,oder besser durchsetzen, sonst möcht' es zu we-nig seyn, welches doch nur heidnische Unglau-bensgedanken sind. Ich weiß, daß duzukommst, und das ist genug. Lebt zu demEnde pilgermäßig, das ist: seyd gegen euchselbst wie die Armen, aber gegen denarmen IEsum wie die Reichen. Greifeteinander im Geistlichen hauptsächlich unter dieArme. Ich kenne verschiedene fromme Ehe-leute, welche im Natürlichen sehr familiär,im Geistlichen aber sehr fremd gegen einan-der sind: das taugt nicht, und ist einschlechtes Zeichen. Eines sage dem andernkindlich sein Gutes und Böses; traget ein-ander; erinnert einander; bethet mit einander;liebet einander, und machet den Anfang eu-V b ? res