Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
380
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Z8o Geistliche Briefe.

der HErr läßt manchmal in den Proben uns Eunsere Schwachheit eine Weile erfahren; aber iEauch dieses muß uns nicht furchtsam machen; >1^es geschieht zu unserm Beßten, damit wirkeine Selbsthelden seyen, sondern in seineKraft so viel nackter hinein kriechen mögen,und er es allein sei). N

Wir Habens nur mit dem HErrn zuthun. Die Welt thut ihre Geschaffte; laß siemachen! Der HErr aber will bei allem unddurch alles sein Geschäffte in unseren Herzenfort- und durchsetzen. Hierum sollen wir unsnur bekümmern. Alle Widerwärtige müßenhierzu noch fein mithelfen, wider ihren Vor-satz. Ihm bleiben wir dann gelaßen im Ge-genwärtigen, sehen nur aufJhn, mit einem jeingewandten Aeugelein, und gehen also ge- ! . .troff unfern Gang fort, mit immer gründ-sicherer Dalaßung alles Geschaffenen, undunsers Ganzen, damit JEsus uns allein habe,besitze, und belebe in der Wahrheit. AchSeelen! verlaßet euch selbst, mit mir! In D«uns ist eitel Verdammniß, Elend und Ohn-macht: in HEsu ist Heil und wahres Leben.

Ein jeder für sich suche und erfahre es doch!

In Ihm müßen wir thatlich erfunden wer-den. Die Pforte ist in seinem Blut eröffnet, Nund im Geiste nah, auch den größten Sün-dern. Ach, daß sie es wüßten ! wie würdensie laufen! ssv

Nun, meine Brüder! nehmet diese Zei-len, womit ich euch zu begrüßen, mich ge- sch§

neigt