Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
339
Einzelbild herunterladen
 

", N

n. Theil. Iizter Brief.

ZZ-

!«j! i!h

tl! H

Ä!>t

gN sil«

hj,D

IikD

re

selbst einmal vergesse, um euch brüderlich zufragen: Mas rst es doch, daß es mireuch nicht weiter gehet? Ach! es bleibt soj Einem: Erkennen, Zustimmen, Wollen,und doch immer Klagen, und immer die-selbe Schwachheiten und Elenden behalten,die vor Jahr und Tag da gewesen sind; daskann ich nicht so zusammen reimen. Woranliegts doch bei einem jeden? Sagt mirsdoch einsaitig! Ist wo ein heimlicher Bann,der gcheger wrrd? So gebt GOlt dieEhre; waget euer Leben, und leget es unge-schält dar, damit ihr euch nicht immer quä-let und eure Seelen aufhalret. Wann ihrM Gebeth, heimlich oder öffentlich, tretet,so geschiehts öfters so träg , als wenn ihrdas allernichtsnützigste Werk verrichten soll-tet. Eure Zu kehr zu GOtt ist so nick c auf-geräumt , und nicht ganz ; es muß dawas im Wege seyn. Es ist, als wenn icheinem was geben wollte, und streckte doch dieHand nicht aus. Es muß da ein freiestoslaßen seyn. Einen willigen Geber hatVOrt lieb. In der Verläugnung eurerselbst greift ihr auch nicht zur Sache; ihrkennet und hasset dieses reibst nicht aufrich-tig; die offenbaren Ausbrüche davon thuneuch kaum die Augen auf. Doch, wie kön-nen die Ausbrüche vermieden werden, wo mannicht die Wurzel antasiet, und sich recht aufein sterbendes Leben leget. Ern Christ mußessen, trinken, schlafen, arbeiten, gehenP r unv