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Geistliche Briefe.
will; dieses Neigen liegt da tief, dunkel,allgemein; du aber willst es in die Sinnlich-keit hinein bringen, und dich darin ergötzen;oder, du schwächest es durch Auskehr.
Laß nur alles im natürlichen Theil sichregen, wie es will ; leide es alles, ohne vielStörens und Besehens, auch die Dürre dei-nes sinnlichen Theils, und glaube, daß duGOtt in dresem Leiden gefälltst; so wird dirGOtt bald begegnen, und dir weisen, wiedu Ihn, nicht mit der Gmnlrchkeit, sondernnnr^ dun Herzen lieben und anhangen mäßestim Glauben: nämlich jenes tiefverborgenelautere Neigen wird inniger und freier wer-den, sich zrssGOtt in dir zu wenden. Ihnzu umfassen, und sich in Ihm zu verlieren,mehr durch GOrres als deine eigene Wirkung.Gegenwärtig leidest du, wie gesagt, was sichin Natur und im Sinnlichen reger, läßest aberinzwischen dein leidsames Gemerk auf GOtt,als in dir gegenwärtig, gerad bleiben, undfolgest, mit diesem leidsamen Gemerk, deroben benannten Neigung des. unschuldig,und so guc du kannst und weißt, ohnedarauf zu achten, oder dich dadurch irren zulaßen, wann sich eine Eigenheit reget; wassolchergestalt einfäller. läßt man wieder unver-merkt ausfallen. Was du sonst von deinerGebethsübung meldest, ist so gut. Eines Theilsmußt du es herzlich gern dem lieben GOttrecht gut machen wollen; andern Theils abernicht zu genau und immer besehen, ob du es
so
sotti!
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Bit-