Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
332
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Der mte Brief.

Don der sonderbaren Barmherzigkeit GOttes, daßEr uns fühlen laße, was wir in uns selbstsind, und wie man sich in diesem Stande zubetragen.

Lieber Bruder!

letzteres Schreiben, vom 22ten und^ 29ten vorigen Monats, ist mir darumangenehmer gewesen, als ein einiges deinerBrieflein, die ich sonst von dir erhalten, weilich dadurch eine mehrere Einsicht in deinenStand bekommen habe. Du hast sonst auchwohl einfältig schreiben wollen, aber es warso keine nerade Einfalt; du mußtest dich sel-ber einfältig machen. Jetzt schreibest dugerade, wie du dich kennest, und so muß esseyn; das gibt mir dann auch mehrOeffnungim Gemüth.

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Ich habe nicht mit Vorsatz unterlaßen, Man dich zu schreiben; ich habe nicht gekonnt. NurUnd wenn ichs mit einiger Reflexion unter- i Wzlaßen hätte, so würde es eher darum gesche- Hihen seyn, weil ich nicht meyne, der zu seyn, Wvon dem andere was erwarten sollten, als aus dieverursache, weil ich gedachte, daß es doch linsmit dir nicht viel gäbe, wie du schreibest: ich i jchg

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