Z22 Geistliche Briefe.
und dessen Grunde sehr vereiniget; sonst werde «ssich, seit einigen Jahren her, so was nahebei dem Emen gehalten, so daß ich über'particuliere Einsichten einfältig hingehe, undsie seyn laße, was sie sind. Ich glaube,was die Heiligen sagen; aber nur weil sie essagen, ohne in ihre besondere Einsichten tief ^einzugehen, die auch keine sonderliche Spurbei mir Nachlaßen, es müßte dann GOttselbst in etwas einführen. Was aber den A!Grund des Inneren Lebens anlangt, ober ^ lidahin zielet, das ist es eigentlich, wobei ich !bleibe, und womit ich mich innigst vereiniget Wfinde; wie ich dann sehe, daß Bruder N- auch ^hauptsächlich darauf geführet wird, so viel ich Mso obenhin in seinen Schriften, mit vielem jVergnügen gelesen habe. Ihr seyd wahrlich ^glücklich, dort in so guter Gesellschaft, Lie- kü»!besharmonie, Einfalt und Abgeschiedenheit Njkleben zu können. Ich bin öfters im Geiste Obei euch, und erquicke mich auch mit euch.Das heilige Kind JEsus segne euch alle, »und mache euch nach seinem Herzen, daß Er Hsich ewig in euch ergötze, und wir auch ein--ander in Ihm genießen mögen. Amen!
Mülbeim,den 29. Oct. 1736.
Der