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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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Geistliche Briefe.

festiglich, daß JEsus solches expreß um seinet-willen, und aus einem jammernden Mitlei-den , und einer unverdienten Liebe zu seinerarmen Seele, gelitten hat, nur daß er seineSünden büßen, ihn versöhnen, und ihm alleMöglichkeit zur Erlösung von allen Sündenerwerben möchte. Sehe er dabei hinein insein Herz und Gewissen, wie nun eben dieserJEsus an der Thür seines Herzens stehet,und so lange gestanden hat, ihn bestrafend,warnend, ermahnend, lockend, und ihm alleGnade anbietend, um ihm heraus zu helfenaus allen Banden der Finsterniß, Sünde

und Eigenheit. Ja, wakrlich! es ist JEsus,

Sein

Mülheim,den rs.Febr. 1756.

der ihm solchergestalt inwendig begegnet. Wirhaben nicht nöthig, aufJEsum zu warten;Er wartet inwendig auf uns. GOtt weiß,wie lange? Uebergebe er sich dann, mein lieberFreund, in völliger Verläugnung alles ande-ren, aufrichtig an JEsum, und bleibe er anJEsu mit ungetheilter Glaubensbegierde han-gen , so bleibt er gewiß getreu; welches vondem HErrn erbittet

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geneigter Freund.

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