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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
289
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II. Theil. y6ster Brief.

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Ach.

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der Absicht nicht heiße: Wer sein Leben liebhat, der wüds verlieren. Ich habe immergesucht, und suche noch zu schweigen, unbe-kannt, vergessen und stille zu seyn, und mußdoch öfters zu meiner Demüthigung in dasGegentheü hinein, so gebrechlich auch meinThun seyn mag. Ich darf nicht viel refiecti-ren. Dieses Eine weiß ich, daß ich michüberwinden und ein Opfer thun muß, so oftich nach Außen wirken soll, ob ichs wohl in demWillen GOttes gerne thue. Ich soll danndarin mortificirt werden. Ein anderer, derzur Aktivität inclinirt, wie du, mein lieber Bru-der, (wenn ich mich nicht betrüge) der muß auchVorsichtigkeit gebrauchen, und der göttlichenWeisheit den Zaum in die Hand geben undlaßen! damit er wisse, wo er soll an - undinnehalten!

I Was der liebe Bruder meldet, daß er soviel rauhe Widersacher bekomme, Sienicht einen Schatten von äußerer Ebneübrig laßen, das ist ja schon eine gute Um-zäunung und Verwahrung vor Auslaufen.Es verwese nur alles Eigene! Es sterbe uns!die ganze Welt, und alle Geschöpfe laßen uns-los! Wir werden dadurch nur so viel geschick-ter und freier werden, den HErrn zu hören,Mn HErrn zu folgen, und Ihn zu genießen,!>n der seligen Wüste der inneren Einsamkeit.Ach! daß doch unser Ganzes Jbm allein zu-^ gewandt bliebe! Wenn man bei anderen inAesiim ist, oder sonst was hat, weiß oder kannErst. B. II. Th. T im