II. Thcil. 88ster Brief.
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seine Seele selbst bewahren will, der lebtimmer bedran.gr ; wenn wir uns aber, mitgeschlossenen Augen, ohne Maß und Zielüberlaßen, so gehen wir endlich in eine ver-gnügte Freiheit und Weite des Geistes ein,da die Liebe alles aus uns machen kann, unduns mit nimmt, wo sie uns haben will.Laßet uns ganz für GOtt seyn, meine liebeSchwester! und unsere Seelen anseken alseine dem HErrn JEsu geschenkte Sache,worüber wir nicht mebr zu disponiren haben.Er erlöset und heiliget uns nach seiner Weise;wir müßen und wollen ibn machen laßen.Ihn lieben und verherrlichen ist unser Werk,so wir durch ihn verrichten: das andere gehö-ret ihm zu.
Sie schreibt: ihr Herz sey öfters vollerJammer, über all dem Elend ihres Inwen-digen. Es ist Gnade, sich selbst recht fühlen.Wann GOtt will, daß wir uns fühlen sollen,muß es auch uns lieb seyn; es macht unsgeschickt zur Selbsivernichtigung und zumAusgang aus uns selbst. Niemand verlaßtsich selbst wirklich, als der tief erfahren hat,daß alle Heiligkeit allein in GOtt ist. Sieweiß aber auch, daß man sich in dem Sehenauf sich selbst nicht zu sebr verwickle» muß.GOtt bewabre mich in der Stunde meinesTodes, daß ich mich nicht selbst ansehe! MeinGeist ruft bisweilen mitten unter allen Elen-den aus: O wie ss nrosi und wie so gur istGL>rr! denn ich begehre meiner zu vergessen,R 4 und