Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
241
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I!. Theil. 79ster Brief.

und der wird weiter, ja viel weiter geführet,als Vernunftsaugen sehen. Hiebei aber sol-len wir keinem Unglauben oder Furcht Raumgeben; dann wir nicht einen knechtischen Geistempfangen haben, daß wir uns abermalsfürchten und sagen sollten: Wer kann so leben?So weit können wir nicht gelangen: sondernwir haben empfangen, und in IEsu wird unsangeboren, der Geist der Kraft und der Liebe,der uns willige Herzen geben, und alles Guteselbst in uns schaffen will, wo wir darnachhungern und ihm gelaßen stehen. Wir dür-fen auch eben nicht weit hinaus sehen, unduns in der Eigenliebe verbilden und einzwin-gen in Stände und Uebungen, die wir nochnicht erreichet haben. Ein jeder sehe nur feinvor sich, damit er nicht strauchle; oder bessergesagt, ein jeder sehe im Glauben auf denHErrn in sich, und laße sich, durch dcssenAuge, in die Sterbens- und Lebenswege ein-leiten. Lind dergestalt laufen «nr, aber durchGeduld in dem Aamps, der uns Verord-ner ist. auffebend aus s^Esum, (Hebr. ra.)als unsere Wolken- und Feuersäule, bis wirdurch die Wüste eines kurzen Sterbens, ein-gehen in das Kanaan eines unaufhörlichenLebens, in die Ruhe, die GOtt selbst ist.Dahin bescheide ich euch, meine Liebsten; dawollen wir uns von Nun an im Geiste, undin Kurzem von Angesicht begegnen, grüßenund küssen; nur daß unser keiner dahinten bleibe.Laßet uns einer des andern vor GOtt geden-Erst.B.u,TH. 0 km.