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Geistliche Briefe.
meine liebe Schwester! und ihm Platz ma-chen in uns. Unser eigenes Leben, Wollenund Bewegen taugt nicht. Der HErr mußunser Leben und Alles in Allem werden; sostehts recht, und so liegt wenig daran, obunser äußeres Schattenleben zerbrochen wird.
Es ist mir allemal lieb, wann ich einigeZeilen von dir sehe; können sie nicht allezeitmit der Feder beantwortet werden, so ge-schiehts doch im Geist der Liebe, da ich deineSeele, in Schwachheit, dem uns so nahen jVater in Christo aufopfere, daß er sein Werkohnausgesetzt, in dir bis zur Vollendung aus-führe. Ließen wir ihn nur unbedingt mit unsmachen, wie bald und schön würde es zumZiel gehen! Seine reine Liebe wird schon all-mählig alle herbe Kräfte unserer Natur undunsers Eigenwillens besänftigen; ja Er willes allein thun; wir sollen nur gute Herzens-kindlein bleiben, die alles vom Vater nehmen,was da kommt, und dem Vater nimmer wi-dersprechen, sondern unserem ältesten Bruderimmer und in allen Fällen nachstammlen: JaVarel! also ist es wohlgefällig vor dir!Amen! du treue Liebe, gib solches mir undder Schwester, und den übrigen Kindern in E.
Daß der Doctor N. plötzlich gestorben, !wirst du vernehmen. — Den Tag vor seinem ^Ende ließ er mich rufen, (wiewohl auch dievorigen Tage bei ihm war) da war er viel är-mer im Gemüth, auch herzlicher in der Liebe,
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