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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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II. Theil. 69ster Brief. 20z

an; sie dringen, vom ersten Anfang der Be-kehrung, und ohne Unterscheid der Stände,nur auf den Tod des Geistes; wie daß näm-lich die Seele sich nur paßiv verhalten, dieBilder da laßen und allen geistlichen Trostund Empfindlichkeit verwerfen soll, u. s. w.ohne zu bedenken, daß das Fleisch erst ster-ben mäße, ehe der Geist leben, will geschwei-gen gerödtet werden könne; ja, ohne zu be-denken, daß nicht wir, sondern GOtt selbstdiesen Geist, (oder besser gesagt, die Unvoll-kommenheiten und Eigenheiten des ersten geist-lichen Lebens) tödten mäße; und darum vol-lenden sie im Fleisch, und unterdrücken oderdämpfen den Geist, oder die Gnade, wo-durch sie das Fleisch wirksamer Weise inden Tod führen sollten. Solcher falschenMystiker, oder die auf eben solche Gründebauen, sind auch noch heut zu Tage. Ichdrücke mich in der Eil vielleicht zu dunkelaus; du wirst mich doch genugsam, aus die-sem Wenigen, verstehen.

Der ewige Liebesgeist, so vom Vaterund Sohn ausgehet, berühre und belebeunfern Geist, mit dem paradiesischen reinenLehen der Kinder GOttes, damit alle unsereBewegungen aus GOtt und für GOtt seynmögen, in stäter inniger Liebe und Großma-chung seines Namens. Ach! Er verzehrealle Eigenliebe in uns, daß wir nur GOttlieben, und in kindlicher Liebe einander Wohl-wollen