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n. Theit. 65ster Brief.
A gelaßen, so viel mich kenne, und mehr alsgewöhnlich zur inneren und äußeren Wirk-losheit und Abgeschiedenheit geneigt. DasEine, einfältige, süße, unschuldige Rinder-rvesen wird und bleibt mir immer wiederneu und recht begehrlich; ich will es aber nur^ so haben, so viel mir GOlt davon gibt.^ Und ob ich wohl gewiß genug weiß, baßich nur kaum ein kleines Maß davon habe,-4« und noch weit ein ander Kindlein werdenmuß: so sehe ichs dennoch nicht an, als ei-nen Stand, der noch ferne und weit hin ist;sondern ich suche meinen gegenwärtigen Grand,meine Elenden und alle äußere Umstande, dieich nicht bessern kann, in GOrtes Wohlge-fallen zu umarmen, als wenn ich siäts sagte:HErr! so will ich seyn, wie ich bin, mei-ne Sünden ausgenommen. Auf dieseM Weise werden mir dann öfters die hinder-Ml ijchsten Hindernisse zu schönen Hülfsmicteln,M und ich finde es schon nahe und ohne Suchen,was das eigene Denken meynen sollte, daß^ es noch jenseits dem Berge zu holen gewesen.^ Kurz! ich sehe es immer mehr, baß esnichts nützet, was ich mache: daß es aberalles gut gehe, wann ich GO" machenlaße. Durch Thun wird man kein Kind,sondern durch Rüben, Leiden, Ueoei laßen
D und Lieben. O wie gut ist GO>k! Wie^ gut ist sein Wille! Wie gut sind alle se ne^ Wege! So sollen wir sagen, auch wann^ wirs nicht sehen, und wann das Herz nicht^ > --ran