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Der Z5ste Brief.
Von der friedsamen Gelaßenheit.
Lieber Bruder!
dslles herzliche Verlangen, so uns die ewige^ Liebe zur Vollendung und zur Gelangungin ihr stilles Element, einflößet, wollen wirwieder einwenden in seinen Ursprung, durchfriedsame Gelaßenheit und Ersenkung in denGrund der Seelen, woselbst alle unlautereBegierden ersterben, und alle gute Begierdenmehr gelautert und zum Wesen gemacht wer-den. Welch einen Tod kostets der eigenenwirksamen Natur! sonderlich wann die Gna-denzuge uns kräftig treiben oder locken, inden Grund einer lauteren Gelaßenheit zu kom-men, da doch der Geist in demselben alleindie Pforte zu seines Vaters Haus und zumLeben finden kann. Es liegt einmal allein anGOttes Erbarmen. Gedenke meiner auchim HErrn! Grüße N. und N. GOttstille sie!
Mülheim,den 20. Iulii