Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
166
Einzelbild herunterladen
 

i66 Geistliche Briefe.

ihm aufopfern, und mit allen Neigungen oder ^Kräften deiner Liede in deinem Herzen zu ihm .gekehret bleiben mögest; auch alsdann aus zLiebe zu diesem gegenwärtigen Liebes-Gott allesleidest, meidest und verrichtest, was dir seine DVorsehung möchte Vorkommen laßen. Siehe,dieses ist dein Werk und Uebung, worin mansich üben muß, so gur und herzlich als mankann, und sich immer wieder dahin kehren,so oft man auch davon abkommen möchte. Wi

Dieß würde ein Mittel seyn, wodurch du Mallgemach dem Sichtbaren solltest fremd, und «Mauch immer unverrückter werden in allen Gele-- DsOgenheiten und Versuchungen: GOlt aber Mdwürde dich, auch von seiner Serre, die Züge Wlseiner reinen Liebe dergestalt immer mehr in Mdeinem Herzen spüren laßen; (obschon nicht W. jallezeit auf eine empfindliche Weise) wodurch Mi»du würdest gesammelt, gestillet, gestärket und ^gezogen werden aus dir selbst, und allem Ge- HMschaffenen in ihn selbst, das ungeschaffene, M)unendliche und seligmachende Gut, zur völligen MRübe deines Gemüths. So laß dich dann Midie reine Liebe GOttes leiten und einnehmen, Mso wirst du bald anders werden. Derselbenempfehle ich deine Seele, und verbleibe rc.

Mülbeim, tv,

den 28. April 17?-.

Der