II. Theit. zister Brief. i6r
Zustandes eine Regel darin machen, wie langM jch etwa an dem äußeren Werk bleiben wollte,und diese Ordnung so einrichten, daß ich der^ Neigung des Gemüths immer was reichlichnachgäbe, weil mir dünkt, daß der Geist ge-^ genwärtig einige Stille nöthig hat. Dask ruhige Verlangen nach der äußern Abgeschie-denheit schadet auch nicht unter der Arbeit,^ weil es vielmehr helfen kann, stäts abgeschie-V den zu bleiben mit der Neigung, wann es« eben nicht mit der That geschehen kann.
^ Von der Beschaffenheit deines Geberhs^ urtheilest du nach der Wahrheit, daß du^ dich nämlich durchgehends allzu lange mit derM eigenen Wirksamkeit deines Haupts auf-hältst. — Ganz und immerdar leidentlich zu^ bleiben, mag dein Stand zwar wohl nicht^ erfoderen; aber daß deine Wirksamkeiten! gemäßigter, kindlicher, sanfter werden, undmehr mit dem Herzen als mit dem Hauptgeschehen, das ist nöthig; wie auch, daßdeine Haupt- oder vornehmste Wirkung bleibe,M ju sehen und zu warten auf GOtt und dessenWirkungen in dir, um demselben in allemM belaßen zu stehen. Werde nur ein Kind.' ' und gedenke, wie es ihm selber nichts, dem- Vater aber alles zutrauet, ohne einigen Arg-" E wohn. Ein mehreres, wann wir beisammenkommen. Gedenke inzwischen meiner!
Mülbeim,den zr. Dec. lyzr.
Erst.B.H.TH. L Der