Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
153
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II. Theil. 48ster Brief. I 5 Z

^ Dein Andenken ist mir so viel lieber, je'"»«i nöthiger ichs mir in der Wahrheit zu seyn"ch erkenne und fühle; wie mich denn auch dieN ij Barmherzigkeit GOttes deiner manchmalW erinnert. Ach hätte ich so viel Gnade, alsich mir bisweilen in dieser Absicht wünsche!kch Mir dünkt, ich wollte sie herzlich gern allew« auf meine Mitbrüder ausschütten, damit sieEe nur möchten bewahret, gesegnet, geheiligetHern, und nach GOrtes Wohlgefallen dargesielletMe werden. Hat mir der HErr diese Liebe zuo dich allen Berufenen aus Gnaden ins Herz gege-).« den, so fühle ich dieselbe noch unvergleichlichinniger und kräftiger zu den wenigen auser-rväblren Seelen, die sich ganz dem HErrnJEsu und seinem Dienst im Geist und Wahr-M heit gewidmet haben. An diesen Heiligen undHerrlichen auf Erden hat meine Seele allenihren Gefallen, und habe ich vor diesem garnicht aus einem poetischen Großsprechen, son-dern aus innigstem Gefühl meines Herzens,gesungen: O wie lieb ich, HErr, die Deinen,die dich suchen, die dich mepnen! (!) wieköstlich sind sie mir! Ich weiß nicht, welch. ein seltsames Gemächte ich bin. Ich bin selbstvoller Gebrechen und Elenden, daß mir bis-weilen dünkt, ich bin das Elend selbst: demohnerachter aber liegt mir die Vollendungsolcher auserwählten Seelen so hart an, daß,wenn einige unter denen, die mich lieben, eswüßten, ich denke, sie würden, um mich zuerfreuen und zu erquicken (wenn sie es sonst umO K; GOctes