Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

r48

Geistliche Briefe.

daraus zu antworten, als nur, daß mirbeides, dein Sinn und die Art deines in-neren Gebeths gut, und deinem Standegemäß, Vorkommen, und glaube auch, duwerdest dem HErrn darin gefallen. Diesesletztere Wort kann genug seyn, dich in dei-nem Wege zu befestigen, um dergestalt, mitgeschlossenen Augen, dieser Spur treulich undbeständig zu folgen. Ich sage treulich undbeständig , weil ich auf guten Grund ver-muthe, daß es an diesen Stücken bisweilenfehlet.

Die Treue gegen GOtt erfodert ohneFalsch und in allen Stücken unser Ganzes;sie ist die Unverbrüchlichkeit unserer göttlichenEheverlöbniß; die Folgung des inneren Zugsoder Führung ohne Nachdenken und Zu-rücksehen; und eine geduldige Ausharrung inProben und Leiden. In solchem treuenSinne hast du dich überhaupt ergeben, unddu gehest auch bisweilen ziemlich innig undherzlich in denselben ein, nach dem Maßdeiner Gnade. Möchtest du aber, lieberBruder! einmal für ewig, recht unverrücktund beständig in diesem Sinne werden!Wie jämmerlich ist nicht die Schwachheit undWankelmüthigkeit des menschlichen Herzens!Wer sollte es glauben können, daß man zureinen Stunde sich so herzlich GOtt solltekönnen überlaßen, und zur anderen Stundeso gar wieder in sich selbst und allerhand Un-lauterkeiten eingehend Als nur derjenige, der

da

IM

Mi

KP

M»!

A

M,

i«ß

Zkitz

i>Ä

Ichh

Äi>ii