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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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Geistliche Briefe.

sätzen der Medicin oder Physik; da nachder Oeconomie der Natur, die Kraft derSpeise im Magen zum Milchsaft, und vomMilchsaft anderwärts in Blut verwandeltwird, und also die Speise dadurch ihr höch-stes Ziel erreichet. Da nun in der Naturkein Rückgang zu finden ist, so kann keinBlut aufs neue zur Nahrung, Stärkung rc.dienen, sondern es eilet zur Fäulung; obgleichdiejenige, die unter andern Speisen etwasWeniges nehmen, den Schaden davon somerklich nicht gewahr werden.

4- Es ist der Seele schädlich; denn ob-gleich die grobe Materie des Bluts der Thie-re nicht eben wieder in unsere Adern möchtegeführet werden, so ist dennoch das Lebenoder die Seele der Thiere, laut z.B. Mos.17, ii. bis 14. in seinem Blute, und wer-den dadurch manche thierische Eigenschaften,Lüste und Begierden leichtlich mitgetheilet;wie an solchen, die viel mit Schlachten derThiere umgehen, zu sehen ist; daß sie meh-rentheils recht ungeschlachte Menschen sind,und, gern oder ungern, viel thierische Regun-gen in sich fühlen müßen.GOrr hat, sagt

IZ. krinL. Lsp. 16. §. 14. Darumdas Blutessen verboten, weil das Lebendrin stecket, und aber das thierische Lebennicht in den Menschen gehöret, NL. daßsein Geist nicht damit inficiret, oder (wieer am andern Orr sagt) monsirösisch ge-macht werde."

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