Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
143
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Der 44ste Brief.

Des Schreibers Meynung vom Blutessen.

Geliebter Bruder!

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iich

S>qmit ich dein Angenehmes kürzlich beant-^ Worte, so dienet auf die Frage vomBluteffen: daß ich in verschiedenen anderenMeynungen, also auch in dieser, keinegöttliche Gewißheit habe, und demnachnichts Absolutes darin determiniren kann,vielweniger einen andern richten darf, deranders gesinnet ist und zu Werk gehet, alsich thun möchte. Mich betreffend, so ent-halte ich mich des Blutessens gänzlich, undzwar folgender Ursachen wegen.

i. Weil ich zweifle, ob es GOtt ge-falle , und also lieber das Sicherste wählenA will, sonderlich da man andere Speisen ge-nug hat.

2. Weil es nicht nur dem Most, son-dern schon dem Noah und seinem Samen,und im neuen Testament abermal, durch denheiligen Geist, verboten ist, und darum nichtblos ceremoniel zu seyn scheinet.

z. Weil es Leib und Seele schädlich undungesund ist: dem Leibe, nach den Grund-sätzen