II. Theil. 42ster Brief. iz-
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einem König eine Supplique einbringt, undlesen läßet, rc. Er wird es gewiß erhören,wenn er die Gründlichkeit und Beständigkeitdeines Begehrens genugsam wird geprüfethaben.
Du bist demnach völlig resolvirt, von nunan mit zu reisen ins Land der Ewigkeit. Sonimm dann nun einen aufrichtigen Abschiedvon allen deinen lieben Freunden, d. i. gelieb-ten Vorwürfen, die in dem Lande der Sinn-lichkeit wohnen. Sage ihnen, daß sie deinAngesicht nicht mehr sehen werden ewiglich.Gib nicht Acht darauf, daß dieser Abschiedvon so nahen Blutsverwandten, dir einigenSchmerz bringet; es ist kein Wunder. Nursiehe nicht lange bei ihnen still, sondern wendedich kurz um, und siehe nicht wieder zurück,so wirds bald vergessen seyn. Ein völligerAusgang bringt einen leichten Eingang. Ach!da siehe doch genau zu, daß du stäts einenledigen und freien Zukehr zu dem HErrn, indeinem Grunde, bewahrest, so wird dein Ge-müth bald erweitert und vergnüget werden inder Innigkeit; und ein besserer Freund, alsdie sind, von welchen du Abschied genom-men, wird dir sodann die Hand bieten, unddich in seine geheime Schlafkammer einführen,da du dich im Frieden niederlegen, und allerverlaßenen Freunde, sammt der Enge desWeges, nicht mehr gedenken wirst. SiehePs. 4s, ii. und 12.
Begeh-