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II. Theil. 4 ister Brief. IZ5
Tod, in dir und in mir, völlig wirken, undgeben, daß wir uns dergestalt in ihn verlie-ren mögen, daß wir uns nimmer in uns selbstwieder finden!
Ja, siehe dich nur beständig an (wie duschreibst) als ein Schlachtopfer der Gerechtig-keit und Liebe Gottes, welche alles eigeneLeben, mit der höchsten Strenge, in dir tödterund verzehret. Zwar denket der arme Abra-ham, sein liebster Isaak werde wirklich dranmäßen, und darin mußte er auch einwilligen;GOtt aber wollte nur den Isaak geopfert,den Bock aber verbrannt haben. So wirdauch der HErr das Seine in dir wohl zuerhalten wissen. Dennoch muß es alles auf-geopfert werden: Gut, Blut, Leib undSeele, alle Freudigkeit, Geschmack, Gaben,Tugenden, und das liebe Bildchen der Heilig-keit selbst.
Ich sage: du sehest ein Schlachtopfer derGerechtigkeit und der Liebe GOttes, nichtaber seines Zorns; der wird nicht über dichkommen, wie du etliche Mal meldest. GOt-tes Zorn trifft eigentlich nur die Gottlosen;aber seine Gerechtigkeit, mit Liebe vermenget,läutert auch seine Kinder. Nein, nein! eszürnet der liebe Vater nicht mir seinen armenunmündigen Kindlein, die sich nicht regennoch bewegen können. Wir werden alsobeschrieben in dem Propheten Ezech. i6, s.
I 4 und