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II. Theil. ZZster Brief. 109
auf einem Sandgrund eitler Gedanken, Ein-bildungen und Mepnungen, und wird, wanndie Sturmwinde wehen, übern Haufe»fallen. Wer nicht nach diesem Rern grabet,und nur denselben in allen äußeren Mitteln,Hebungen und Pflichten meynet und juchet,der wird am Ende sehen, daß er nur eine dür-re, ledige, elende Schale und Schern habe,wobei sein ewiger Geist keinen Frieden, nochdie geringste Sättigung finden wird. Undwer sich diesen Zweck nicht, in allem seinemThun und Wesen, beständig vor Augen stellet,der läuft verdüstert in der Irre, greift ofttausend Wege, Bilder und Uebungen in guterMeynung an, und stehet dann manchmalnach vielen Jahren, daß er nur im Zirkelherum gelaufen, und noch eben derselbige ist,der er vor langer Zeit gewesen.
Wohl dem, welchem der HErr die Augenbei Zeiten aufthut, dieses Einzig-Nöthige le-bendig zu erkennen, und der damit seine we-nige Lebenszeit zuzubringen trachtet! Nur feininwendig, mit einem kindlich-andächtigen Ge-müt!), aufdie verborgene Züchtigungen und An-weisungen des Geistes JEsu Acht gegeben,der uns nach und nach unsere heimliche An-klebungen und Leben in den Geschöpfen, wieauch unsere tief gewurzelte Selbstliebe, Ei-genwillen und andere viele Gräuel offenbaret:und sodann dieses alles, aus freier herzlicherLiebe zu dem HErrn, verläugnet und drangegeben, wie fest es auch dem alten Adam am
Herzen