Der z8ste Brief.
Was der Grund, Kern und Zweck der ganzenGottseligkeit sey.
Geliebter Freund und Bruder!
sowohl deinen ersten Brief über D. alsauch deinen letzteren, vom Ifünsten diesesMonaths, habe ich wohl erhalten; hätte dirauch vorlängst gern etwas zurück geschrieben,und habe immer auf Gelegenheit gewartet,dir ein Brieflein übcrschicken zu können.
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Verhoftentlich wirst du allda, geliebterBruder, deines Orts noch in dem großenund allein nöthigen Werk begriffen seyn, dasuns in dieser Zubereitungszeit oblieget, undwozu uns der HErr insbesondere berufen hat,und noch immer berüft, dich nämlich zu üben,allem eigenen Leben, Liebe und Lust ander Rrearur und an uns selber, in gründ-licher Verläugnung, abzusterben, um, inx.slaßener Abhänglrchkeit und Liede, inGOrres Gegenwart und seligster Gemein-schaft zu leben, durch Sen kräftigen Bei-stand seiner Gnade. Dieses Wenige ist derGrund, Rern und Zweck der ganzen Gott-seligkeit. Wer nicht auf diesen Grund seineFrömmigkeit bauet, dessen Christenthum stehet
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